Auf den Spuren des Heiligen Geistes
Freyung/Waldkirchen/Grafenau. Gleich zwei erlebnisreiche Jugendfahrten im Rahmen der Firmvorbereitung führten Jugendliche aus den pastoralen Räumen Freyung, Waldkirchen und Grafenau in diesem Frühjahr nach Waldmünchen bei Cham sowie nach Salzburg. Insgesamt nahmen 53 Firmlinge teil – 32 von ihnen verbrachten vier Tage in Waldmünchen, während 21 Jugendliche aus dem Raum Grafenau nach Salzburg aufbrachen. Beide Fahrten verband ein gemeinsames Ziel: die intensive Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung sowie die gezielte Förderung junger Menschen, die sich als angehende Jugendleiterinnen und Jugendleiter engagieren möchten.
Das inhaltliche Programm war bei beiden Fahrten bewusst einheitlich gestaltet. Unter dem Motto „Auf den Spuren des Heiligen Geistes“ setzten sich die Jugendlichen mit zentralen Fragen des Glaubens auseinander. Themen wie „Ich und mein Glaube“, die Bedeutung der sieben Sakramente sowie die Rolle des Heiligen Geistes standen im Mittelpunkt. In abwechslungsreichen Einheiten mit Gruppenarbeiten, Diskussionen und kreativen Methoden brachten sich die Teilnehmenden aktiv ein und gestalteten die Inhalte aus ihrer eigenen Perspektive mit – ganz im Sinne einer jugendgerechten Glaubensvermittlung.
Die Firmfahrt nach Waldmünchen wurde vom Kirchlichen Jugendbüro Freyung unter der Leitung von Bettina Eiler und Franz Schlüsselhuber organisiert und von engagierten ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern begleitet. Neben den inhaltlichen Einheiten sorgte ein vielfältiges Freizeitprogramm für Begeisterung: Besuche im Energiepark Waldmünchen sowie ein Ausflug zum Baumwipfelpfad in St. Englmar verbanden Naturerlebnis und Gemeinschaft. Ein kreatives Abendprogramm bot zusätzlich Raum für Spiel, Spaß und Begegnung. Ein besonderer Höhepunkt war der von den Jugendlichen selbst gestaltete Stand-up-Gottesdienst, der mit viel Engagement vorbereitet und durchgeführt wurde.
Die Fahrt nach Salzburg setzte andere Akzente im Freizeitbereich und eröffnete den Jugendlichen zugleich neue Perspektiven. Begleitet wurde die Gruppe von Jugendseelsorger Johannes Geier, Gemeindereferentin Katharina Ilg, Stadtpfarrer Martin Dengler sowie den engagierten Teammitgliedern Sebastian Eider und Maria Petzi. Gemeinsam gestalteten sie die Tage und brachten ihre unterschiedlichen Erfahrungen in die Begleitung der Jugendlichen ein.
So führte ein Ausflug ins Salzbergwerk Berchtesgaden „auf den Spuren des weißen Goldes“ und stellte zugleich einen Bezug zum historischen Säumersteig her, der auch durch die Region Grafenau verläuft. Bei einer Nachtwächterführung durch Salzburg tauchten die Teilnehmenden in die Geschichte der Stadt ein. Ein Besuch der „Home Base Salzburg“ zeigte eindrucksvoll, wie Glaube im Alltag gelebt und aktiv in die Gesellschaft eingebracht werden kann. Den spirituellen Abschluss bildete ein gemeinsamer Gottesdienst in der Kapelle des Priesterseminars in Salzburg. Auf der Heimfahrt ließ die Gruppe die erlebnisreichen Tage bei einem gemeinsamen Mittagessen in Simbach am Inn ausklingen. Die Stimmung während der gesamten Fahrt wurde von allen Beteiligten als durchweg positiv und bereichernd beschrieben.
Beide Fahrten machten deutlich, dass Firmvorbereitung weit mehr ist als reine Wissensvermittlung. Sie lebt von Gemeinschaft, persönlichen Erfahrungen und der Möglichkeit, Glauben aktiv zu gestalten. Besonders die Einbindung angehender Jugendleiterinnen und Jugendleiter erwies sich als wertvoller Baustein, um Inhalte aus der Perspektive junger Menschen zu vermitteln und nachhaltig zu verankern.
Die Verantwortlichen ziehen daher ein rundum positives Fazit: Motivierte Jugendliche, intensive Gespräche und ein spürbar gewachsener Gemeinschaftssinn prägten beide Fahrten. Für viele Firmlinge bleiben diese Tage nicht nur als Vorbereitung auf die Firmung in Erinnerung, sondern auch als eine Zeit, in der sie ihren Glauben neu entdecken und Gemeinschaft auf besondere Weise erleben konnten.


