Ein starkes Netzwerk für die Jugendarbeit

Freyung KJB am 18.07.2022

Erstes Vernetzungstreffen Jugendarbeit
Legten gemeinsam Ziele für die Jugendarbeit fest (v.l.): Martin Wagner (KJB), Tim Weidinger (KJR), Nicole Waschinger (Kommunale Jugendpflegerin), Melanie Haselberger (Stadtjugendpflege Freyung), Martina Tewes (Gemeinde-Jugendpflegerin) und Andreas Maier (Jugendtreff Schönberg)

Erstes Kooperationstreffen mit vielen Plänen für die Zukunft

Wie kön­nen jun­ge Men­schen erreicht und Ange­bo­te für die Ziel­grup­pe künf­tig gemein­sam gestal­tet und best­mög­lich auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den? Die­sen Fra­gen stell­te man sich beim ers­ten Netz­werktref­fen Jugend­ar­beit in FRG“. Kom­mu­na­le Jugend­ar­beit (KoJA), der Kreis­ju­gend­ring (KJR) und die Ver­ant­wort­li­chen der Jugend­treffs im Land­kreis sind dazu der Ein­la­dung des Kirch­li­chen Jugend­bü­ros (KJB) gefolgt. Nach einer kur­zen Schil­de­rung der aktu­el­len Situa­ti­on bei den ein­zel­nen Trä­gern bestimm­ten die The­men Ehren­amt und die Koor­di­na­ti­on von Ange­bo­ten die Tagesordnung. 

Her­aus­for­dernd sei aktu­ell die Gewin­nung von Jugend­li­chen. Die Feri­en­an­ge­bo­te des KJR wer­den nach wie vor sehr gut ange­nom­men, aller­dings ist mit 13 oder 14 Jah­ren oft Schluss“, so KJR-Geschäfts­füh­rer Tim Wei­din­ger. Von ähn­li­chen Erfah­run­gen konn­te auch Mar­tin Wag­ner, kirch­li­cher Jugend­re­fe­rent, berich­ten: Da die Ange­bo­te des KJB haupt­säch­lich an Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne gerich­tet sind, blie­ben Anmel­dun­gen häu­fig aus. Aller­dings habe man bei den Tagen der Ori­en­tie­rung“ mit Schul­klas­sen einen sehr guten Kon­takt zur Zielgruppe. 

Die Gemein­den berich­ten laut kom­mu­na­ler Jugend­pfle­ge­rin Nico­le Waschin­ger häu­fig, dass wenig Jugend­li­che an öffent­li­chen Plät­zen zu sehen sei­en. Dem pflich­te­te auch Frey­ungs Stadt­ju­gend­pfle­ge­rin Mela­nie Hasel­ber­ger bei: Jugend­li­che sind ver­mehrt in den digi­ta­len Medi­en zuhau­se.“ Um den Kon­takt zu älte­ren Jugend­li­chen wie­der zu ver­stär­ken, müs­se man des­halb bereits Kin­der ver­läss­lich beglei­ten und eine gute Bezie­hung zu ihnen aufbauen. 

Dies geschieht u.a. in den fünf Jugend­treffs im Land­kreis. Wäh­rend das Ange­bot in Frey­ung unter der Lei­tung von Mela­nie Hasel­ber­ger seit Jahr­zehn­ten eine fes­te Insti­tu­ti­on ist, sind die Treffs in Schön­berg (Andre­as Mai­er), Jan­dels­brunn, Röhrn­bach und Innern­zell (alle drei beglei­tet von der Gemein­de­ju­gend­pfle­ge­rin Mar­ti­na Tewes) noch in den Kin­der­schu­hen“. Über­all jedoch kann man erfreu­li­cher­wei­se etwa 10 – 15 Kin­der und Jugend­li­che regel­mä­ßig begrüßen. 

Der Auf­bau von Ehren­amt­li­chen-Teams ist sowohl aktu­ell als auch künf­tig eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Den größ­ten Pool kann aktu­ell der KJR mit gut 40 akti­ven Betreuer*innen vor­wei­sen. Die­se Anzahl wer­de laut Geschäfts­füh­rer Tim Wei­din­ger aber auch benö­tigt, damit das umfang­rei­che Feri­en­pro­gramm und die zahl­rei­chen jähr­li­chen Spiel­mo­bil-Ein­sät­ze gut abge­deckt wer­den könn­ten. Eine Aus­lei­he“ an ande­re Trä­ger sei des­we­gen oft schwierig. 

Beim Aus­tausch ent­stand die Idee, eine gemein­sa­me Wer­be­ak­ti­on an den wei­ter­füh­ren­den Schu­len oder den Fach­aka­de­mien für Sozi­al­päd­ago­gik für das attrak­ti­ve Enga­ge­ment zu star­ten. Dadurch erhof­fen sich die Akteu­re eine Erwei­te­rung des Betreu­er­krei­ses, der zen­tral von einem Trä­ger wie dem KJR orga­ni­siert wer­den könn­te. Auch die Aus- und Wei­ter­bil­dung der Ehren­amt­li­chen soll dann unter­ein­an­der abge­stimmt werden.

Für die nächs­ten Jah­re möch­te man in der Run­de zudem Ver­an­stal­tun­gen, Pro­jek­te und Akti­vi­tä­ten gemein­sam koor­di­nie­ren. Visi­on ist ein Feri­en- und Bil­dungs­pro­gramm für Kin­der und Jugend­li­che, das von allen Akteu­ren des Land­krei­ses gestal­tet wird, ein­schließ­lich ein­zel­ner Gemein­den oder Ver­ei­ne. Dar­in waren sich schließ­lich alle Anwe­sen­den einig: Man wol­le kei­ne Kon­kur­renz zuein­an­der dar­stel­len, son­dern der jun­gen Gene­ra­ti­on das best­mög­li­che Ange­bot liefern.